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September 2008 \par VPB warnt: Immer Baugrundgutachten machen lassen! \par \par }{BERLIN. Jeder Hausbau beginnt mit dem Bodenaushub. Deshalb spielt die Qualit\'e4t von Grund und Boden auch eine wichtige Rolle beim Bauen. "Vielen Bauherren ist das nicht bewusst", bedauert Thom as Penningh, Vorsitzender des Verbands Privater Bauherren (VPB). "Gerade K\'e4ufer von Schl\'fcsselfertigimmobilien vertrauen oft leichtgl\'e4 ubig dem beauftragten Bauunternehmen und hoffen, er werde sich um Dinge wie Aushub und Bebaubarkeit des Bodens schon k\'fcmmern - und alles sei im Komplettpreis eingeschlossen." Dies ist aber oft nicht der Fall, warnt der VPB: Im Schl\'fc sselfertig-Preis enthalten ist grunds\'e4tzlich immer nur, was vorher auch vertraglich vereinbart wurde. Alles andere, jede unvorhergesehene Zusatzleistung, kostet extra. \par \par "H\'e4ufig fehlen im Vertrag wichtige Details, wie etwa das Baugrundgutachten", res\'fcmiert Thomas Penningh jahrelange Erfahrung. Das Gutachten ist aber unentbehrlich, denn es zeigt, wie der Baugrund auf dem eigenen Grundst\'fcck tats\'e4chlich beschaffen ist, ob Bodenfeuchte oder dr\'fcckendes Grundwasser, Fels oder nicht tragf\'e4 higer Boden vorhanden ist, oder gar mit Altlasten aus der gegebenenfalls vorher vorhandenen Bebauung gerechnet werden muss. Besonders aufmerksam sollte sein, falls sich in d em Baugebiet vorher einen gewerbliche Bebauung befand. Hier hilft oft ein Blick in das Umweltkataster der Kommune. Erst wenn klar ist, worauf gebaut wird, kann der Unternehmer seri\'f6 s kalkulieren, was Aushub, eventuelle Bodensanierung und Kellerkonstruktion tats\'e4chlich kosten. "Trotzdem sind diese Baugrundgutachten meist nicht Bestandteil der Vertr\'e4ge. Stattdessen werden im Vertrag die g\'fc nstigsten Bedingung angenommen und festgeschrieben", kritisiert der VPB-Vorsitzende. \par \par Zu den h\'e4ufigen Baugrundproblemen geh\'f6rt so genanntes dr\'fcckendes Grundwasser. Dabei kann es sich um aufstauendes Sickerwasser oder auch einen hohen Grundwasserspiegel handeln. Diese Besonderheiten m\'fc ssen bei der Planung und Abdichtung des Kellers zugrunde gelegt werden. Dazu liefert das Baugrundgutachten wichtige Messwerte, wie etwa langj\'e4hrige H\'f6chstwasserst\'e4nde sowie H\'f6 he und Lage von Bemessungspunkten. Auch Angaben zur Ableitung von Wasser etwa aus einer Dr\'e4nage oder aus Lichtsch\'e4chten m\'fcssen mit den zust\'e4ndigen Beh\'f6ren, oft dem Amt f\'fcr Grundst\'fccksentw\'e4sserung oder der unteren Wasserbeh\'f6 rde gekl\'e4rt werden. \par \par "Gerade bei Baupl\'e4tzen an Flussauen oder in Feuchtgebieten kann es zu einer so genannten Wasserhaltung w\'e4hrend der Bauphase kommen", mahnt Bausachverst\'e4ndiger Penningh. "Dabei kann Wass er in die Baugrube eindringen oder sich dort hoch stauen. Das kann w\'e4hrend der Bauphase erhebliche Kosten hervorrufen, denn in eine volle Baugrube hinein kann man keinen konventionellen Keller bauen", erl\'e4utert der Bausachverst\'e4 ndige. Fachleute raten deshalb in solchen F\'e4llen zum Bau einer "Wei\'dfen Wanne". Dabei handelt es sich um eine Kellerkonstruktion aus wasserdichtem Beton. "Diese bautechnisch aufw\'e4ndige L\'f6sung hat nat\'fc rlich ihren Preis", warnt Thomas Penningh. Da in der Regel im Bauvertrag nur der Gegenwert eines konventionellen Kellers abgedeckt wird, m\'fcssen die Mehrkosten der "Wei\'dfen Wanne" vom Hausk\'e4ufer bezahlt werden. "Das schl\'e4 gt mit acht- bis zehntausend Euro zus\'e4tzlich zu Buche - und das gleich zu Beginn des Hausbaus", gibt Verbrauchersch\'fctzer Penningh zu bedenken. \par \par "Auch der Bodenaushub wird h\'e4ufig nicht im Bauvertrag erw\'e4hnt", konstatiert der VPB-Sachverst\'e4ndige. "Weil aber mehrere hundert Kubikmeter Erdreich nicht auf den heute \'fcblichen kleinen Grundst\'fccken gelagert oder verteilt werden k\'f6nne n, muss der Aushub vor Baubeginn abgefahren werden. Weil der Abtransport des Aushubs im Vertrag nicht erw\'e4hnt ist, zahlt der K\'e4ufer notgedrungen das Extra. Nat\'fcrlich wird der Keller auch hinterher wieder beigef\'fc llt. Auch dazu muss dann wieder geeigneter Boden geliefert, eingebaut und verdichtet werden. Auch das verursacht Kosten." \par \par Stadtnahes Wohnen ist beliebt. \'dcberall verlegen Kommunen ihre Gewerbegebiete an den Stadtrand und erschlie\'df en die alten Brachen als Wohngebiete. Auch, dort warnt der VPB, ist Vorsicht am Platz, denn im gebrauchten Boden schlummert manche Zeitbombe. Ist der Boden durch Schwermetalle oder andere Gifte verseucht, dann muss er saniert und ausgetauscht, der Aushub umweltfreundlich entsorgt werden. "Weil solche F\'e4lle in der Regel auch nicht vertraglich geregelt sind oder eine Garantie f\'fc r einen altlastenfreien Baugrund ausgeschlossen ist, bleiben auch hier die - teils enormen - Mehrkosten wieder am Bauherrn h\'e4ngen." \par \par Der VPB r\'e4t deshalb grunds\'e4tzlich dazu, die Erstellung eines Baugrundgutachtens im Bauvertrag festzuschreiben. Gekl\'e4rt werden muss in dem Zusammenhang ebenfalls, was genau im Gutachten untersucht werden soll. Ein unabh\'e4 ngiger Bauberater hilft dabei, sinnvolle Untersuchungen zu definieren, unsinnige zu vermeiden. "Nur so kann sich der angehende Hausbesitzer vor schlimmen \'dcberraschungen sch\'fctzen und wei\'df von vornherein, was an Zusatzkosten eventuell auf ihn zukommt."}{ \par \par \par Weitere Informationen beim Verband Privater Bauherren e.V., Bundesb\'fcro, Chausseestra\'dfe 8, 10115 Berlin, Telefon 030-2789010, Fax: 030-27890111, E-Mail: info@vpb.de, Internet: www.vpb.de. \par }}