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November 2005 \par \par \par }{\f2 VPB beruhigt: Energiepass kommt erst Fr\'fchjahr 2006}{ \par \par \'84Haben Sie schon einen Energiepass f\'fcr Ihr Haus?\'93 Mieter, Immobilieninteressenten und andere fragen immer \'f6fter nach dem Dokument \endash das es offiziell noch gar nicht gibt. Mancherorts macht sich bei Hausbesitzern leichte Panik breit. \'84 Das ist aber v\'f6llig \'fcberfl\'fcssig\'93, beruhigt R\'fcdiger Mattis, Vorstandsmitglied des Verbands Privater Bauherren (VPB). Der Leipziger Bausachverst\'e4ndige kl\'e4rt die Situation: \'84 Der Energiepass wird Vorschrift, aber voraussichtlich erst im Fr\'fchjahr 2006.\'93 \par \par Der Energiepass ist das Resultat der \'84Europ\'e4ischen Richtlinie \'fcber die Gesamtenergieeffizienz von Geb\'e4uden\'93, kurz EU-Richtlinie genannt . Sie soll Anfang 2006 in allen 24 EU-Mitgliedsstaaten umgesetzt werden. Ziel der Richtlinie ist auf lange Sicht die Energieeinsparung \endash denn heute werden rund 40 Prozent der EU-weit verbrauchten Energie f\'fcr die Heizung von Geb\'e4uden ben\'f6 tigt. Das ist auf Dauer viel zu viel. Hausbesitzer sollen deshalb in Zukunft f\'fcr ihr Haus einen Energiepass beantragen, in dem der Jahresenergiebedarf des Hauses individuell berechnet und ausgewiesen wird. Potenzielle Hausk\'e4 ufer und Mieter bekommen damit einen Richtwert \'fcber die zu erwartenden Energiekosten bei einem bestimmten Objekt. Hauseigent\'fcmern bietet der Energiepass Anreize f\'fcr die energetische Sanierung der eigenen vier W\'e4 nde: Wer ein energiesparendes Haus hat, der muss weniger f\'fcrs Heizen bezahlen, und kann beim Verkauf mehr erl\'f6sen als f\'fcr eine Energieschleuder. \par \par In Deutschland sind die gesetzlichen Grundlagen f\'fcr die Einf\'fchrung des Energiepasses seit September 2005 gelegt: Damals trat die zweite Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft. Nun fehlen nur noch die Ausf\'fc hrungsbestimmungen und Richtlinien f\'fcr den Energiepass. Sie sollten zwar bis 1. Januar 2006 vorliegen und in Kraft treten. Wegen der Bundestagswahlen und der langwierigen Koalitionsverhandlungen d\'fcrfte sich dieser Termin allerdings bis in den April kommenden Jahres verschieben. \par \par \'84Auch dann\'93, so beruhigt R\'fcdiger Mattis, \'84 besteht zumindest f\'fcr Althausbesitzer kein Grund zur Eile, denn der Energiepass muss nicht von heute auf morgen f\'fcr alle H\'e4user vorliegen. Es wird ein kontinuierlicher Prozess werden, bei dem die Hauseigent\'fcmer nach und nach und bei Bedarf ihren Energiepass beantragen.\'93 Zwar soll jedes Haus in Zukunft einen Energiepass haben, aber wirklich verlangt wird er bei Privath\'e4 usern nur bei Vermietung oder Verkauf des Objektes. Dann k\'f6nnen sich Mieter und K\'e4ufer den Energiepass vorlegen lassen. Bleibt das Haus aber in der Hand des bisherigen Eigent\'fcmers, wird aller Voraussicht nach auch niemand den Energiepass pr\'fc fen wollen. \'84Eine staatliche Kontrolle\'93, so VPB-Fachmann Mattis, \'84ist schwer m\'f6glich. Hinzu kommt: Wer keinen Energiepass hat, der muss nach bisherigen Planungen des Gesetzgebers auch kein Bu\'dfgeld bezahlen.\'93 \'84Trotzdem\'93, so erl\'e4 utert der Bausachverst\'e4ndige, \'84bef\'fcrworten wir vom VPB das Dokument ausdr\'fccklich, denn es bringt Hausbesitzern Gewissheit \'fcber den Zustand ihrer Immobilie.\'93 \par \par Unbedingt einen Energiepass brauchen alle neuen H\'e4user \endash und zwar bereits jetzt. \'84Wer neu baut, speziell mit Schl\'fcsselfertiganbietern oder Bautr\'e4gern, der sollte sich den Energiepass unbedingt ausstellen lassen. Das ist f\'fc r Neubauten gesetzlich bereits vorgeschrieben\'93, erl\'e4utert R\'fcdiger Mattis\'93, hier gibt es keine Schonfristen. Bauherren sollten sich vom Bautr\'e4ger nicht ohne Energiepass abspeisen lassen.\'93 \par \par Energiep\'e4sse sind maximal f\'fcr zehn Jahre g\'fcltig, dann m\'fcssen sie erneuert werden. Das gilt auch f\'fcr alle bereits existierenden Dokumente. Sie behalten ihre G\'fcltigkeit nach der Einf\'fchrung des offiziellen Energiepasses im kommenden Fr \'fchjahr, allerdings ebenfalls nur f\'fcr eine Dekade. Energiep\'e4sse d\'fcrfen \'fcbrigens nur von qualifizierten Baufachleuten ausgestellt werden; zu den Energiepassausstellern geh\'f6ren auch die 54 bundesweit t\'e4tigen VPB-Regionalb\'fc ros. Dort bekommen Hausbesitzer au\'dferdem eine fundierte Bauberatung mit wichtigen Hinweisen, wie sie Sanierungsma\'dfnahmen bauphysikalisch und finanziell sinnvoll planen und verwirklichen k\'f6nnen. \par }}