{\rtf1\ansi\ansicpg1252\uc1 \deff0\deflang1033\deflangfe1031{\fonttbl{\f0\froman\fcharset0\fprq2{\*\panose 02020603050405020304}Times New Roman;}{\f2\fmodern\fcharset0\fprq1{\*\panose 02070309020205020404}Courier New;} {\f230\froman\fcharset238\fprq2 Times New Roman CE;}{\f231\froman\fcharset204\fprq2 Times New Roman Cyr;}{\f233\froman\fcharset161\fprq2 Times New Roman Greek;}{\f234\froman\fcharset162\fprq2 Times New Roman Tur;} {\f235\froman\fcharset186\fprq2 Times New Roman Baltic;}{\f242\fmodern\fcharset238\fprq1 Courier New CE;}{\f243\fmodern\fcharset204\fprq1 Courier New Cyr;}{\f245\fmodern\fcharset161\fprq1 Courier New Greek;} {\f246\fmodern\fcharset162\fprq1 Courier New Tur;}{\f247\fmodern\fcharset186\fprq1 Courier New Baltic;}}{\colortbl;\red0\green0\blue0;\red0\green0\blue255;\red0\green255\blue255;\red0\green255\blue0;\red255\green0\blue255;\red255\green0\blue0; \red255\green255\blue0;\red255\green255\blue255;\red0\green0\blue128;\red0\green128\blue128;\red0\green128\blue0;\red128\green0\blue128;\red128\green0\blue0;\red128\green128\blue0;\red128\green128\blue128;\red192\green192\blue192;}{\stylesheet{ \nowidctlpar\widctlpar\adjustright \lang1031\cgrid \snext0 Normal;}{\*\cs10 \additive Default Paragraph Font;}{\*\cs15 \additive \ul\cf2 \sbasedon10 Hyperlink;}{\s16\qj\sl-300\slmult0\nowidctlpar\widctlpar\tx170\tx340\tx510\tx5103\tx7825\adjustright \f2\fs20\lang1031\cgrid \snext16 \sautoupd vpb brief;}}{\info{\title Pressemitteilung}{\author }{\operator UB}{\creatim\yr2008\mo6\dy8\hr17}{\revtim\yr2008\mo6\dy8\hr17}{\version2}{\edmins0}{\nofpages3}{\nofwords1106}{\nofchars6306}{\*\company } {\nofcharsws7744}{\vern73}}\paperw11906\paperh16838\margl1417\margr1417\margt1078\margb1134 \deftab708\widowctrl\ftnbj\aenddoc\hyphhotz425\noxlattoyen\expshrtn\noultrlspc\dntblnsbdb\nospaceforul\hyphcaps0\formshade\viewkind1\viewscale110\viewzk2\pgbrdrhead\pgbrdrfoot \fet0\sectd \linex0\headery708\footery708\colsx708\endnhere\sectlinegrid360\sectdefaultcl {\*\pnseclvl1\pnucrm\pnstart1\pnindent720\pnhang{\pntxta .}}{\*\pnseclvl2\pnucltr\pnstart1\pnindent720\pnhang{\pntxta .}}{\*\pnseclvl3\pndec\pnstart1\pnindent720\pnhang {\pntxta .}}{\*\pnseclvl4\pnlcltr\pnstart1\pnindent720\pnhang{\pntxta )}}{\*\pnseclvl5\pndec\pnstart1\pnindent720\pnhang{\pntxtb (}{\pntxta )}}{\*\pnseclvl6\pnlcltr\pnstart1\pnindent720\pnhang{\pntxtb (}{\pntxta )}}{\*\pnseclvl7 \pnlcrm\pnstart1\pnindent720\pnhang{\pntxtb (}{\pntxta )}}{\*\pnseclvl8\pnlcltr\pnstart1\pnindent720\pnhang{\pntxtb (}{\pntxta )}}{\*\pnseclvl9\pnlcrm\pnstart1\pnindent720\pnhang{\pntxtb (}{\pntxta )}}\pard\plain \ri-288\nowidctlpar\widctlpar\adjustright \lang1031\cgrid {Pressemitteilung \par \par \tab \tab \tab \tab \tab \tab \tab \tab \tab 09. Juni 2008 \par \par }\pard\plain \s16\qj\sl-300\slmult0\nowidctlpar\widctlpar\tx170\tx340\tx510\tx5103\tx7825\adjustright \f2\fs20\lang1031\cgrid { \par }\pard\plain \ri-288\nowidctlpar\widctlpar\adjustright \lang1031\cgrid {VPB-Untersuchung: Der Bauherr bekommt nicht, was er bezahlt \tab \par }{ \par }{Interview zum Thema mit Dipl.-Ing. Thomas Penningh, Bausachverst\'e4ndiger und \par Vorsitzender des Verbands Privater Bauherren (VPB) \par }{ \par }{ \par Frage: \par Herr Penningh, der Verband Privater Bauherren kritisiert, Neubauten entspr\'e4chen zum gro\'dfen Teil nicht der geltenden Energieeinsparverordnung EnEV. Wie kommen Sie darauf? \par \par Antwort: \par Der VPB hat im vergangenen Jahr in seinen \'fcber 60 bundesweit t\'e4tigen Regionalb\'fcros die energetische Beschaffenheit der Neubauten unserer bauenden Mitglieder \'fcberpr\'fcft; insgesamt waren das 4.970 St\'fc ck, also knapp 5.000. Wir wollten wissen, ob die Energieausweise korrekt berechnet und auch baulich einwandfrei umgesetzt werden. \par \par Frage: \par Und was haben Sie herausgefunden? \par \par Antwort: \par Erschreckende Daten: Fast 60 Prozent aller Energieberechnungen im Neubau haben Rechenfehler. Gut zwei Drittel aller Berechnungen gehen von falschen Voraussetzungen aus und f\'fchren deshalb sp\'e4ter nicht zur gew\'fcnschten Energieeinsparung. \'dc ber 54 Prozent aller Berechnungen werden bautechnisch nicht korrekt umgesetzt. Vierzig Prozent aller fertigen H\'e4user entsprechen \'fcberhaupt nicht den Anforderungen der EnEV. Am schlimmsten aber finden wir: 53 Prozent aller mit \'f6ffentliche n Geldern gef\'f6rderten Energiesparh\'e4user erf\'fcllen gar nicht die F\'f6rderbedingung. \par \par Frage: \par Welche Konsequenzen hat das alles f\'fcr die Bauherren? \par \par Antwort: \par Gravierende Konsequenzen: Vor allem im letzten Fall droht den Bauherren der Verlust der F\'f6rderung. Die KfW-Bank beispielsweise hat sich die Pr\'fcfung der von ihr unterst\'fctzten Ma\'dfnahmen ausdr\'fccklich vorbehalten. Pr\'fc ft sie jetzt den Einzelfall und kommt zu denselben Ergebnissen wie wir, muss der Bauherr die F\'f6rdermittel zur\'fcckbezahlen oder er bekommt sie erst gar nicht. F\'fcr viele Hausk\'e4ufer steht und f\'e4 llt damit aber die Gesamtfinanzierung. Aber auch, wenn der Bauherr keine \'f6ffentlichen Gelder in Anspruch nimmt, bekommt er nicht das, wof\'fcr er bezahlt. \par \par Frage: \par Sie kritisieren unter anderem, die Energieberechnungen gingen von falschen Voraussetzungen aus. Das l\'e4sst sich doch heute alles mit PC-Programmen durchrechnen. Wo liegen denn im Einzelnen die Probleme? \par \par Antwort: \par Die Rechnungen sind nat\'fcrlich standardisiert, aber Sie m\'fcssen im PC-Programm auch die richtigen Werte eingeben. Und die m\'fcssen stimmen. H\'e4ufig wird zum Beispiel eine W\'e4 rmepumpe ins Energiekonzept eingerechnet, obwohl eine solche Pumpe in Wirklichkeit gar nicht eingebaut werden soll. Oft beziehen die Aussteller von Energieausweisen auch beheizte Kellerr\'e4ume in ihre gesch\'f6nte Rechnung ein, obgleich diese Kellerr\'e4 ume sp\'e4ter nicht als energetische Pufferzone dienen, sondern allenfalls als k\'fchle Lagerfl\'e4che. \par \'c4hnlich sieht bei Spitzb\'f6den aus. In beiden F\'e4llen sieht zwar die Energiebilanz gut aus, wird aber in der Realit\'e4t sp\'e4ter so nicht erreicht. Und das Schlimme: Die Bauherren wissen es nicht einmal und erfahren auch sp\'e4 ter nicht, warum ihr neues Haus nicht so sparsam ist, wie berechnet - und erhofft. \par \par Eine seri\'f6se Energieberechnung l\'e4sst sich nur in Abstimmung mit der Bauherrschaft und dem verantwortlichen Planer erstellen. Dabei werden alle R\'e4ume im Haus durchgesprochen, wie sie sp\'e4ter benutzt werden , ob und wie sie beheizt beziehungsweise d\'e4mmtechnisch voneinander getrennt werden. Das ist Flei\'dfarbeit, solche Berechnungen lassen sich nicht \'fcber den Daumen peilen. \par \par Frage: \par Der VPB kritisiert aber nicht nur die Berechnungen, sondern auch die bautechnische Umsetzung. Was haben Sie entdeckt? \par \par Antwort: \par Regelm\'e4\'dfig stellen wir fest: D\'e4mmstoffe, die in den Energieberechnungen vorgesehen sind, werden nicht in der erforderlichen Dicke oder Qualit\'e4t eingebaut. Fu\'dfbodenheizungen werden eingerechnet, aber sp\'e4ter nicht \endash wie anfangs geplant \endash in jedem Raum individuell gesteuert. Rohrisolierungen sind heute ein Muss, werden aber oft auf der Baustelle nachher gar nicht in der erforderlichen D\'e4mmst\'e4rke ausgef\'fchrt. Ein kritisches Kapitel sind Fenster- und T \'fcranschl\'fcsse, oder, schlimmer noch - mangelhaft verklebte Dampfbremsen im Dach \endash dort pfeift dann der Wind ungehindert ins Haus und tr\'fcbt die rechnerisch sch\'f6ne Energiebilanz ganz erheblich. \par \par Frage: \par Was ist bei diesen Dampfbremsen so schlimm? \par \par Antwort: \par Die luft- und dampfdiffusionsdichte W\'e4rmed\'e4mmung des Daches steht und f\'e4llt mit den sorgf\'e4ltigen Anschl\'fcssen der daf\'fcr vorgesehenen Folien. Sind sie unsauber verklebt, dann verliert das Dach durch konvektive W\'e4rmebr\'fccken W\'e4 rme. Das wird aber meist erst hinterher offenbar, wenn die Dachschr\'e4gen l\'e4ngst verkleidet sind und die ersten Probleme auftreten, wie k\'fchle Wandoberfl\'e4chen, Zugerscheinungen oder noch schlimmere bauphysikalische Probleme. Aber wer l\'e4 sst dann alles wieder freiwillig aufrei\'dfen und reparieren? \par \par Frage: \par Ein gro\'dfes Problem sind offenbar so genante W\'e4rmebr\'fccken. Warum? \par \par Antwort: \par W\'e4rmebr\'fccken entstehen \'fcberall dort, wo nicht ged\'e4mmt Bauteile die W\'e4rme nach au\'dfen \endash beziehungsweise umgekehrt die K\'e4lte nach innen \endash leiten. Klassische Beispiele f\'fcr stoffliche W\'e4rmebr\'fccken sind unged\'e4 mmte Rollladenk\'e4sten oder auch Balkonplatten oder Vord\'e4cher, die in die Hauswand eingespannt sind. Heute kennen wir diese Problemzonen, wir k\'f6nnen sie in der Konstruktionsplanung ber\'fccksichtigen und entsprechend d\'e4mmen. Das ist alles in der DIN 4108 geregelt und ist in einem Musterkatalog dargestellt oder muss sorgf\'e4ltig berechnet werden. Leider ist das h\'e4ufig aber nicht der Fall und ausgef\'fchrt wird es so auch nicht. \par \par Frage: \par Wie kann sich der Bauherr gegen all diese Sch\'e4den sch\'fctzen? \par \par Antwort: \par Nur durch sorgf\'e4ltige Kontrolle. Das gilt vor allem f\'fcr Hausk\'e4ufer, die eine schl\'fcsselfertige Immobilie kaufen m\'f6chten. Sie bekommen in der Regel keinen Einblick in die Berechnungen oder die Bauausf\'fchrung. Es sei denn, sie lassen si ch beides vor Vertragsabschluss schriftlich zusichern. Dann k\'f6nnen sie alles vom unabh\'e4ngigen Sachverst\'e4ndigen pr\'fcfen lassen und eventuelle Fehler oder Probleme ausr\'e4umen. Gleiches gilt f\'fcr die Bauausf\'fc hrung. Wer sich das Recht sichert, eine unabh\'e4ngigen Experten zu regelm\'e4\'dfigen Baukontrollen auf die Baustelle zu schicken, der hat die Gew\'e4hr, theoretische Berechnungen sp\'e4ter auch baulich umgesetzt zu sehen. \par \par Frage: \par Wie oft muss der Fachmann auf die Baustelle, um solch gravierende M\'e4ngel zu entdecken? \par \par Antwort: \par Das richtet sich nach dem jeweiligen Objekt, aber rund drei bis viermal sollte der Experte schon nach dem Rechten schauen, und zwar immer dann, wenn W\'e4rmed\'e4mmung eingebaut wird. Da w\'e4 re beispielsweise die Kontrolle des Kellers bevor die Baugrube verf\'fcllt wird, die Begutachtung des Daches ehe die Konstruktion von innen verkleidet wird. Auch die D\'e4mmung der W\'e4rmebr\'fccken und die luftdichten Anschl\'fcsse der Fenster m\'fc ssen im Rohbau gepr\'fcft werden, bevor Estrich und Putz sie unerreichbar versiegeln. Vor der offiziellen Bauabnahme kontrolliert der Sachverst\'e4ndige dann unter anderem die gesamte Heiztechnik, wozu auch die vorschriftsm\'e4\'df ige Isolierung der Heizungs- und Warmwasserleitungen geh\'f6rt. Wichtig ist immer der sinnvoll gew\'e4hlte Zeitpunkt der Pr\'fcfungen. \par \par Frage: \par Was kann der Bauherr noch tun, um wirklich das zugesagte Energiesparhaus zu bekommen? \par \par Antwort: \par Idealerweise l\'e4sst er sich bereits im Vertrag noch einen Blower-Door-Test und thermografische Innenaufnahmen des Hauses zusichern. Mit diesen beiden Methoden k\'f6nnen wir heute gut pr\'fcfen, ob ein Haus wirklich richtig ged\'e4 mmt ist oder ob bei der Ausf\'fchrung geschludert wurde. \par }{ \par \par \par Weitere Informationen beim Verband Privater Bauherren e.V., Bundesb\'fcro, Chausseestra\'dfe 8, 10115 Berlin, Telefon 030-2789010, Fax: 030-27890111, E-Mail: info@vpb.de, Internet: www.vpb.de. \par }}