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Warum? \par \par Antwort: \par Die Mustervertr\'e4ge wiegen den Hausk\'e4ufer in Sicherheit. Er glaubt, damit sei alles abgedeckt. Aber die Mustervertr\'e4ge sind l\'fcckenhaft. Wichtige Details werden dort gar nicht erw\'e4hnt. \par \par Frage: \par Welche zum Beispiel? \par \par Antwort: \par Das Thema Erf\'fcllungssicherheiten fehlt. Au\'dferdem werden die so genannten Weisungsrechte nicht definiert, und auch zur baubegleitenden Qualit\'e4tskontrolle bleiben die Mustervertr\'e4ge klare Regelungen schuldig. \par \par Frage: \par Was ist daran im Einzelnen so wichtig? \par \par Antwort: \par Erf\'fcllungssicherheiten geh\'f6ren heute zum Verhandlungsprogramm. Dabei handelt es sich um eine bestimmte Summe, die der K\'e4ufer zur\'fcckbehalten kann, um im Falle einer Insolvenz des Bauunternehmers sein Haus mit anderen Firmen fertig bauen zu k \'f6nnen. Ab 2009 hat der private Bauherr einen Anspruch auf diese Sicherheiten, und zwar in H\'f6he von f\'fcnf Prozent des Verg\'fctungsanspruchs. Das hei\'dft, er kann f\'fc nf Prozent der Bausumme als Sicherheit einbehalten. Wir beim VPB raten privaten Bauherren darauf auf gar keinen Fall zu verzichten. Im Gegenteil: Realistischer w\'e4re es, die Erf\'fcllungssicherheiten auf zehn Prozent heraufzusetzen. Das entspricht n\'e4 mlich dem durchschnittlichen Mehraufwand, der - bei Insolvenz des Bauunternehmers - f\'fcr die Fertigstellung eines Einfamilienhauses entsteht. \par \par Frage: \par Und wie verh\'e4lt es sich mit dem Weisungsrecht? \par \par Antwort: \par Auch das sollte der Schl\'fcsselfertighausk\'e4ufer unbedingt vertraglich vereinbaren. Denn damit sichert er sich das Recht, einmal erkannte M\'e4 ngel vom Bauunternehmer gleich beseitigen zu lassen. Hat er kein Weisungsrecht vereinbart, liegt es im Ermessen des Bauunternehmers, wann er den Mangel behebt. Nach unserer Erfahrung als Bauherrenschutzverband l\'e4 sst sich der Unternehmer im Normalfall dann damit Zeit bis zur Bauabnahme. \par \par Frage: \par Der VPB warnt immer vor \'fcbereilten Abnahmen. Wo liegen die Probleme beim Thema Bauabnahme? \par \par Antwort: \par Wir unterscheiden zwischen zwei Fachbegriffen, der rechtsgesch\'e4ftlichen Abnahme des Baus nach Fertigstellung und den so genannten technischen Abnahmen. Die rechtsgesch\'e4ftliche Abnahme geh\'f6 rt zu den wichtigsten rechtlichen Schritten am Bau. Deshalb muss vertraglich vereinbart werden, dass sie f\'f6rmlich zu erfolgen hat. Mit dem Tag dieser offiziellen Bauabnahme beginnt n\'e4mlich die Gew\'e4hrleistungsfrist. Ab diesem Zeitpunkt m\'fc ssen Bauherren dem Bauunternehmer alle M\'e4ngel nachweisen. Au\'dferdem gehen mit der offiziellen Bauabnahme auch alle Gefahren und Risiken auf die Bauherren \'fcber. \par \par Die technischen Abnahmen wiederum sind keine Abnahmen im rechtlichen Sinne. Dabei geht es vielmehr um die Funktionspr\'fcfung einzelner Baudetails, wie etwa des Heizsystems, w\'e4hrend der Bauphase. Das Problem dabei: Die technischen Abnahmen d\'fc rfen nicht als so genannte Teilabnahmen deklariert werden. Das muss im Vertrag ausdr\'fccklich geregelt sein! Andernfalls nimmt der Bauherr das Haus n\'e4mlich mit jeder technischen Abnahme automatisch auch ein St\'fcck weit offiziell ab. Und damit tr\'e4 gt er die Risiken ohne Schutzm\'f6glichkeiten und setzt schon die Gew\'e4hrleitungsfrist f\'fcr den betreffenden Teil in Gang. \par \par Frage: \par Welche Aspekte fehlen noch in den vom VPB beanstandeten Mustervertr\'e4gen? \par \par Antwort: \par Beispielsweise fehlt in den Mustern der richtige Zeitpunkt f\'fcr die Pflicht zur \'dcbergabe des Energiebedarfsausweises. Auch das muss vertraglich geregelt werden. Er sollte immer vor Baubeginn ausgeh\'e4 ndigt werden. Und zwar, weil nur dann, rechtzeitig vor Baubeginn, noch einmal gepr\'fcft werden kann, ob die Berechnungen \'fcberhaupt stimmen. Nach VPB-Erfahrung sind n\'e4mlich fast 60 Prozent der Energieausweise im Neubau f}{\insrsid1467839 ehlerhaft}{ \insrsid15220365 . Vierzig Prozent der Neubauten entsprechen nicht einmal den Vorschriften der Energieeinsparverordnung! Davor muss sich der Bauherr sch\'fctzen.}{\insrsid9109639 \par }{\insrsid15220365 \par }\pard \ql \li0\ri-288\widctlpar\faauto\adjustright\rin-288\lin0\itap0\pararsid2428791 {\insrsid2428791 \par }\pard \ql \li0\ri-288\widctlpar\faauto\adjustright\rin-288\lin0\itap0 {\insrsid9109639 \par Weitere Informationen beim Verband Privater Bauherren e.V., Bundesb\'fcro, Chausseestra\'dfe 8, 10115 Berlin, Telefon 030-2789010, Fax: 030-27890111, E-Mail: info@vpb.de, Internet: www.vpb.de. \par }}