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Staat und EU arbeiten an mehreren Gesetzen und Verordnungen, die das Bauen in Zukunft erheblich beeinflussen. Allen voran sorgt die Energieeinsparverordnung (EnEV) f\'fcr Verunsicherung: Wann wird sie verabschiedet, wann tritt sie in Kraft? Was bringt sie f\'fc r Bauherren, was f\'fcr modernisierungswillige Althausbesitzer? \'84Sicher\'93, so Thomas Penningh, \'84ist im Augenblick nur eines: Bauen wir erheblich komplexer und deutlich teurer. Bauherren brauchen mehr denn je unabh\'e4ngigen Rat.\'93 \par \par Bevor die EnEV 2009 - voraussichtlich am 1. Juli 2009 - in Kraft treten kann, muss zun\'e4chst das Energieeinsparungsgesetz (EnEG) novelliert werden. Es schafft die Grundlagen f\'fc r die Energieeinsparverordnung. Diese wiederum wurde bereits mehrfach fortgeschrieben, 2002, 2004 und zuletzt im Oktober 2007. Damals f\'fchrt der Staat die Energieausweise f\'fc r Altbauten verbindlich ein. Mit der Novelle 2009 soll nun der Energieverbrauch f\'fcr Heizung und Warmwasser in Neubauten und sanierten Altbauten um 30 Prozent gegen\'fcber bisherigem Standard gesenkt werden. Gro\'dfz\'fc gige An- und Erweiterungsbauten sowie umfassende Au\'dfenhautsanierungen m\'fcssen Neubaustandard entsprechen. Aber dabei bleibt es nicht: bereits f\'fc r 2012 haben die Bundesministerien die EnEV 2012 im Blick. Dann sollen die energetischen Anforderungen nochmals um weitere 30 Prozent versch\'e4rft werden. \par \par Parallel dazu tritt bereits am 1. Januar 2009 das Erneuerbare-Energien-W\'e4rme-Gesetz (EEW\'e4rmeG) in Kraft. Es schreibt den Einsatz von regenerativen Energien im Neubau vor. Wer heute baut, der muss also mehrer e Verordnungen beachten. Reicht er im ersten Halbjahr 2009 seinen Bauantrag ein, dann gelten andere Bestimmungen als f\'fcr jene Bauherren, die erst im zweiten Halbjahr 2009 ihren Hausbau genehmigen lassen. \par Schwere Zeiten f\'fcr Hausbauer und Modernisierer: Woran sollen sie sich orientieren? Architekt und Bausachverst\'e4ndiger Penningh erl\'e4utert das Dilemma: \'84Wer heute baut, oder auch saniert, der muss sich nach der EnEV 2007 richten. Das hei\'df t, bereits Mitte kommenden Jahres, wenn die EnEV 2009 greift, ist sein Neubau energetisch \'fcberholt. Und gilt erst die EnEV 2012, dann besitzt der Bauherr des dann gerade einmal drei Jahre alten Hauses rein rechnerisch eine wahre Energieschleuder.\'93 Soll dann beispielsweise ein nach der heute geltenden EnEV 2007 gebautes Haus verkauft und nach dem Standard der EnEV 2012 nachger\'fcstet werden, ist es mit einer verbesserten W\'e4rmed\'e4mmung alleine nicht getan. Damit die hochged\'e4 mmte und luftdichte Geb\'e4udeh\'fclle nicht zu bauphysikalischen und gesundheitlichen Sch\'e4den f\'fchrt, kommt der Hausbesitzer um den zus\'e4tzlichen Einbau einer geregelten Be- und Entl\'fcftung nicht herum. Das wird technisch aufw\'e4ndig und teuer. \par \par \'84All dies d\'e4mpft die Bereitschaft vieler potenzieller Bauherren in ohnehin schwierigen Zeiten \'fcberhaupt in eine Immobilie zu investieren\'93, res\'fcmiert Verbrauchersch\'fctzer Penningh und erg\'e4nzt: \'84 Die Regierung wird ihre Klimaschutzziele so nicht erreichen k\'f6nnen. Denn obwohl die privaten Bauherren Energie sparen wollen und bereit sind, daf\'fcr zu investieren, k\'f6nnen sie sich solch dramatische Wertverluste nicht leisten.\'93 Der VPB bef\'fc rchtet deshalb einen weiteren R\'fcckgang der privaten Baut\'e4tigkeit. \par \par \'84Wir raten privaten Bauherren im Augenblick vor allem zur Vorsicht: Nichts \'fcberst\'fcrzen. Wer neu baut, der sollte auf alle F\'e4lle schon den Stand ard der neuen EnEV 2009 einhalten. Erneuerbare Energien muss er ab 1. Januar 2009 ohnehin einplanen, das ist auch sinnvoll. Vorsicht\'93, mahnt Verbrauchersch\'fctzer Penningh, \'84m\'fcssen K\'e4ufer schl\'fc sselfertiger Immobilien walten lassen: Meist wird im Bauvertrag der Stand der Energieeinsparverordnung bei Vertragsschluss festgeschrieben. Ma\'dfgeblich f\'fc r die anzuwendende Fassung der EnEV ist aber immer der Zeitpunkt der Bauantragsstellung oder Bauanzeige. Vergeht zwischen Vertragsunterzeichnung und Bau l\'e4ngere Zeit, in der die EnEV versch\'e4rft wird, dann hinkt das Haus sp\'e4 ter energetisch hinter seiner Zeit her und muss nachger\'fcstet werden. Unternehmer und Bauherr streiten sich dann dar\'fcber, wer die Nachr\'fcstkosten tr\'e4gt.\'93 \par \par \'84Wer sanieren m\'f6chte, der sollte ebenfalls gelassen vorgehen und sich nicht auf die Schnelle irgendwelche Einzelma\'dfnahmen, wie etwa ein W\'e4rmed\'e4mmverbundsystem, aufn\'f6tigen lassen, sondern zun\'e4 chst einmal ein Gutachten in Auftrag geben, um zu pr\'fcfen, welche Sanierungsma\'dfnahmen bei seiner Immobilie tats\'e4chlich n\'f6tig und auch technisch sinnvoll sind.\'93 Manche teure Investitionen l\'e4sst sich gut \'fcber einige Jahre strecken \endash wenn sie vom Sachverst\'e4ndigen sorgf\'e4ltig vorbereitet ist. \par }{\insrsid606214 \par }{\insrsid606214 \par \par Kleine VPB-Checkliste: \par Was muss zum Jahreswechsel 2008/2009 beachtet werden: \par \par - Am 1. Januar 2009 tritt das Erneuerbare-Energien-W\'e4rme-Gesetz (EEW\'e4rmeG) in Kraft. Neubauten m\'fcssen regenerative Energien einsetzen. \par \par - Ab 1. Januar 2009 m\'fcssen Vermieter und Verk\'e4ufer von Altbauten, die nach 1965 gebaut wurden, Mietern und K\'e4ufern den Energieausweis vorlegen. Damit gilt die Energieausweispflicht im gesamten Wohnungsbau. \par \par - Bis zum 31. Dezember 2008 m\'fcssen alle Heizkessel, die mit fl\'fcssigen oder gasf\'f6rmigen Brennstoffen betrieben werden (ausgenommen sind Brennwertkessel und Niedertemperaturheizkessel) au\'df er Betrieb genommen werden, die vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut wurden, auch wenn sie nach dem 1. Januar 1996 modernisiert wurden und seither die Abgasverlustgrenzwerte einhielten. \par \par - Bis zum 31. Dezember 2008 m\'fcssen alle Heizungs- und Warmwasserleitungen im Wohnungsbestand ged\'e4mmt werden, die durch unbeheizte R\'e4ume laufen. \par \par - Bis zum 31. Dezember 2008 m\'fcssen alle bislang unged\'e4mmten (nicht begehbaren, aber zug\'e4nglichen) Dachb\'f6den energetisch gegen\'fcber dem beheizten Wohnbereich abgeschottet sein. \par \par Die beiden letzten Punkte sind Nachr\'fcstpflichten, die alle privaten Bauherren betreffen, die in den vergangenen Jahren einen Altbau gekauft und neu bezogen haben. Sie gelten dagegen nicht f\'fcr private Hausbesitzer, die ihr Haus (mit maximal zwei Wohnungen) schon vor dem 1. Februar 2002 selbst bewohnten. Der VPB r\'e4t aber auch ihnen: Trotzdem d\'e4mmen, diese Ma\'dfnahmen sind sinnvoll und relativ preiswert.}{\insrsid15220365\charrsid9909670 \par }\pard \ql \li0\ri-288\widctlpar\faauto\adjustright\rin-288\lin0\itap0\pararsid2428791 {\insrsid2428791 \par }\pard \ql \li0\ri-288\widctlpar\faauto\adjustright\rin-288\lin0\itap0 {\insrsid9109639 \par Weitere Informationen beim Verband Privater Bauherren e.V., Bundesb\'fcro, Chausseestra\'dfe 8, 10115 Berlin, Telefon 030-2789010, Fax: 030-27890111, E-Mail: info@vpb.de, Internet: www.vpb.de. \par }}