Januar 2019

Alle Fragen & Antworten zum Thema Altbaukauf

Bauherr/in asked:
on Januar 25, 2019 3:15 pm
Derzeit steigen bei uns die Immobilienpreise immens und wir wissen nicht, ob der Preis nicht viel zu hoch und annährend werthaltig ist.
 

VPB replied:
on Januar 25, 2019 3:55 pm
Bei dieser Frage kann Ihnen vor allem ein Sachverständiger für Immobilienwertermittlung weiterhelfen. Das aktuelle Marktgeschehen in Ihrer Region kann dieser am besten abschätzen, denn durch die hohe Nachfrage und die geringen Kapazitäten nach Eigenheimen (egal, ob Bestand oder Bauplätzen), haben sich vielerorts – gerade in den städtischen Ballungsräumen – die Immobilienpreise drastisch in die Höhe geschraubt. In der Regel bilden die Exposé- / Angebotspreise nicht den tatsächlichen Markt- / Verkehrswert einer Immobilie ab. Früher skalierte das Verhältnis oftmals im Bereich von rund 10 bis 20% - also dem üblichen Verhandlungsspielraum. Bei Gebäuden mit höheren Instandsetzungs- / Modernisierungsaufwand konnte dies noch stärker variieren. Derzeit legen sich teilweise aber Interesseanten mit ihren Kaufpreisangeboten sogar noch über die überzogenen Exposépreise, ohne dass der Verkehrswert ansatzweise diesen Wert wiederspiegelt - Leitgedanke: Hauptsache irgendwie Eigenheim. Der Preis wird dann sozusagen nach oben verhandelt! Das Ganze wird durch die aktuelle Niedrigzinspolitik und manche Banken, die, eine 100%ige Fremdfinanzierung mitmachen, noch befeuert. Es stellt sich daher zurecht die Frage, ob es sich in Ihrer Region um eine Immobilienpreisübertreibung oder gar -preisblase handelt, die in Zukunft auch korrigiert werden kann. Es wäre schließlich ärgerlich, wenn der Verkehrswert der Immobilie nicht ansatzweise den Kaufpreis abbildet und später die Anschlussfinanzierung auch noch verkompliziert. Zudem sollte Sie immer im Blick haben, dass sich Ihre familiäre Situation ändern können – in Bezug auf Anzahl und Höhe Ihres Nettoeinkommens, oder sogar räumlichen Veränderungen in Ihrem Beruf. Daher kann ich Ihnen nur Raten sich einen Fachmann, wie eben einen Sachverständigen für Immobilienbewertung, auf Ihre Seite zu holen. Ihr VPB- Bauherrenberater kann ggf. selber Ihnen weiterhelfen oder einen unabhängigen und neutralen Experten aus seinem Netzwerk weiterempfehlen.

Bauherr/in asked:
on Januar 24, 2019 3:47 pm
Da gab es mal Zuschüsse für nachwachsende Dämmstoffe. Gibt’s die noch? Und wozu sind die nachwachsenden alles geeignet? Auch für Fassaden?
 

VPB replied:
on Januar 25, 2019 2:22 pm
Es gibt tatsächlich Förderprogramme für nachwachsende Rohstoffe. Inwiefern diese für Sie und Ihr Bauvorhaben überhaupt zugänglich sind, kann nur ein entsprechender Energieberater abschließend klären.

Bauherr/in asked:
on Januar 24, 2019 2:45 pm
Wir wollen unser Haus dämmen lassen, haben aber keine Lust, die Dämmung dann wie meist üblichen verputzen zu lassen. Ich hör immer, alles andere sei so teuer. Was gibt es denn für Alternativen? Und wie viel teurer sind die so -prozentual?
 

VPB replied:
on Januar 25, 2019 3:14 pm
Ihre Frage lässt sich leider nicht pauschal beantworten, da es vor allem auf die Kubatur, die dazu gehörigen Außenflächen, die grundsätzliche Materialwahl (Klinker, Holz, Metallpanelle, Fachwerk oder einen Mix aus diesen Materialien) und natürlich den vorhandenen Bestand – als Fassadenuntergrund ankommt. Die Möglichkeiten eine Fassade energetisch zu ertüchtigen und auch neu gestalten sind zahlreich. Die Ausführung mit Wärmedämmverbundsystem und Außenputz ist in der Regel eine der kostengünstigeren Varianten, wobei aber auch ein erheblich unebener Untergrund schnell zu erheblichen Kostenerhöhungen führen kann. Ein Wärmedämmverbundsystem muss aber auch nicht immer geputzt werden. Die WDVS- Hersteller bieten u.a. auch systemkonforme Klinkerriemchen an.

Bauherr/in asked:
on Januar 24, 2019 10:41 am
Wir wollen in unserem Haus alt werden, sind uns aber nicht sicher, ob es sich später mal anpassen lässt. Kommen wir über den VPB an einen neutralen wirklich guten Sachverständigen heran, der uns in Fragen des Barriereabbaus berät?
 

VPB replied:
on Januar 25, 2019 2:18 pm
Wenn der Bauherrenberater des VPB Sie nicht sogar selbst zur Barrierefreiheit beraten kann, so hat er in seinem Beraternetzwerk auf jeden Fall einen Experten, der Ihnen weiterhelfen kann. Die Beratung durch die VPB und seine Experten ist grundsätzlich neutral und unabhängig. Übrigens hat der VPB zum Thema den Leitfaden "Vorbauen und umbauen: barrierearm und altersgerecht" herausgegeben. Sie bekommen ihn im VPB-Shop - www.vpb.de/leitfaden-barrierearm.html Hier haben wir auch einen Blick in den Leitfaden - www.vpb.de/download/VPB-Leitfaden-barrierearm_Heft-zum-Reinschauen.pdf

Bauherr/in asked:
on Januar 23, 2019 3:41 pm
Wir haben eine Altbauwohnung angeboten bekommen. Sie hat noch Nachtspeicheröfen. Sind die überhaupt noch zulässig?
 

VPB replied:
on Januar 25, 2019 3:25 pm
Nachtspeicheröfen waren in bestimmten Bestandsbauten tatsächlich in der EnEV 2009 schrittweise verboten worden bzw. sollten stufenweise außer Betrieb genommen werden. Der entsprechende Paragraph 10a wurde aber durch den Bundestag mit der EnEV 2013 zurückgezogen. Das Heizen ausschließlich mit Strom stellt zumindest heute noch keine günstige Lösung dar. Dies wird sich unter Umständen in den kommenden Jahren mit den immer populärer werdenden Infrarotheizungen ändern. Der Erfolg koppelt sich aber natürlich an den zukünftigen Strompreis. Alte Nachtspeicheröfen sollten aber grundsätzlich aufgrund ihrer häufigen Schadstoffhaltigkeit (z.B. Asbest) entsorgt und erneuert werden. Ein Bausachverständiger kann Ihnen bei der Entscheidungsfindung weiterhelfen, ob und wie die Nachtspeicheröfen ersetzt werden.

Bauherr/in asked:
on Januar 22, 2019 3:40 pm
Wir überlegen, ob wir unser Einfamilienhaus aufstocken sollen. Was müssen wir dabei alles bedenken? Was alles klären?
 

VPB replied:
on Januar 25, 2019 3:02 pm
Dabei handelt es sich grundsätzlich um ein schwieriges Unterfangen. Vorrangig muss natürlich das Baurecht eingehalten werden, d.h. es muss geprüft werden, ob eine Aufstockung zulässig ist. Sofern diese genehmigungsfähig wäre, muss überprüft werden, ob die Geschosse darunter ausreichend tragfähig sind, d.h. also die zusätzlichen Lasten sicher in die Gründung abgetragen werden. Wenn dies geklärt ist, geht es darum, alle Gewerke und deren Schnittstellen so abzustimmen, dass durch die Öffnungen und den Rückbau des Bestandsdaches keine gravierenden Schäden an den unteren Geschossen entstehen. Wichtig ist nicht zuletzt die Klärung, ob die Anlagentechnik erweiterungsfähig ist – reicht der bestehende Heizkessel aus? Und inwieweit und wo genau die Leitungssysteme für alle erforderlichen Medien erweitert werden können. Das fordert viel Feingefühl auf allen Seiten – und vor allem die Planung und Koordination durch Fachmänner, wie z.B. Architekten, Ingenieure oder Bausachverständige.

Bauherr/in asked:
on Januar 21, 2019 3:40 pm
Wir interessieren uns für einen Altbau. Wenn wir ihn kaufen, müssen wir zunächst das ganze Dach dämmen und neu decken lassen. Klar, dazu brauchen wir dann ausführliche Beratung! Aber um zu wissen, ob das Objekt überhaupt noch in Frage kommt, wollten wir fragen, ob Sie uns aus der Erfahrung und über den Daumen sagen können, mit welchen Summen wir hier MINDESTENS rechnen müssen? Also gerne aktuelle Quadratmeterpreise für Dämmung plus Dachdeckung. Pi mal Daumen reicht uns.
 

VPB replied:
on Januar 25, 2019 2:08 pm
Leider lässt sich das nicht ohne weiteres beantworten, da eine Dachsanierung von zahlreichen Faktoren abhängt. Da stellen sich vor allem folgende Fragen:

  • Handelt es sich um ein freistehendes oder ein- oder beidseitig angebautes Gebäude?
  • Welche Dachform ist vorhanden?
  • Ist eine Auf- oder Zwischensparrendämmung notwendig?
  • Sollen günstige Dachsteine oder hochwertige Dachziegel verwendet werden?
  • Welche Energiestandards sollen eingehalten werden?
  • Muss die Dachkonstruktion ertüchtigt werden, damit sie das neue Flächengewicht tragen kann?
  • Müssen Dachüberstände verbreitet werden, Gauben erneuert werden? u.v.m. So gerne ich hierauf eine bessere Antwort gegeben würde, so kann diese Frage Ihnen nur ein Bausachverständiger beantworten, der das Bestandsobjekt vor Ort begutachtet hat und die voraussichtlichen Baukosten in seiner Region einschätzen kann.

Bauherr/in asked:
on Januar 21, 2019 3:40 pm
Ich will eine Eigentumswohnung kaufen und bauche dazu eine sachverständige Einschätzung vor allem der Wohnanlage. Kann ich mich da an die VPB-Berater wenden? Begleiten sie mich auch dabei? Und wenn ja, was kostet so etwas in etwa?


VPB replied:
on Januar 25, 2019 2:49 pm
Gute Entscheidung! Bei Eigentumswohnungen kaufen Sie sich ja auch ins Gemeinschaftseigentum ein, und da sind oft erhebliche Sanierungsstaus, für deren Beseitigung Sie später mitbezahlen. Ja, alle VPB-Berater unterstützen Sie auch beim Kauf einer Eigentumswohnung im Bestand und beurteilen für Sie sowohl Sonder- als auch Gemeinschaftseigentum. Den für Ihre Region zuständigen VPB-Berater finden Sie hier: https://www.vpb.de/berater-finden.html Auf der Unterseite des Regionalbüros sehen Sie dann auch, welche Stundensätze die Berater berechnet. Wie lange die Besichtigung dauert, hängt vom Einzelfall ab. Fragen Sie Ihren Sachverständigen unbedingt vorab danach.

Bauherr/in asked:
on Januar 21, 2019 3:39 pm
Wir möchten ein Haus kaufen – im Bieterverfahren. Wir haben es schon besichtigt. Was raten Sie uns: welche Pläne und Unterlagen sollten wir uns ansehen oder geben lassen, um unsere Entscheidung vorzubereiten?
 

VPB replied:
on Januar 25, 2019 2:36 pm
Grundsätzlich enthält ein Exposé in der Regel eine gute Fülle an Informationen. Dennoch sollten die Original- Baugenehmigungsunterlagen, wie Grundrissen, Ansichten, Schnitten, Lageplan und Baubeschreibung, mindestens eingesehen werden. Aber auch die Genehmigungsunterlagen für möglicherweise weitere bauliche Anlagen auf dem Grundstück sollten eingesehen werden, um festzustellen, dass keine Schwarzbauten errichten worden sind. Ob zusätzliche Unterlagen zur Einsicht angefordert werden müssen, sollten Sie mit einem Bausachverständigen klären, der das Objekt vor Ort besichtigt hat. Es sollten daher auch Statik, Wärmeschutznachweis und ggf. diverse weitere Nachweise (z.B. Brandschutz Reihen- / Doppelhäuser, Lärmschutz für Außengerät) eingesehen werden.

Bauherr/in asked:
on Januar 21, 2019 3:39 pm
Wir interessieren uns für einen Altbau, haben ihn auch schon zweimal besichtigt. Nun gingen wir gerne noch ein drittes Mal hin. Ist das zumutbar? Es geht ja um viel Geld.
 

VPB replied:
on Januar 25, 2019 2:12 pm
Das ist richtig – daher ist es wichtig, dass alle Fragen, die sich stellen und Sie prüfen möchten, vor dem Kauf ausgiebig geklärt worden, u.a. auch durch die Hinzuziehung eines Bausachverständigen für Schäden an Gebäuden und/oder Immobilienbewertung. Wünschenswert ist es natürlich für den Eigentümer und Makler, dies mit möglichst wenig Aufwand – also Terminen – abzuarbeiten. Wenn Sie aber ein wirkliches Interesse an der Immobilie haben, lassen Sie sich bitte auch nicht hetzen.